Unsere Umstellung auf SEPA

Liebe Leser,

habe ich Sie nun verwirrt? Heute entführe ich Sie in den SEPA-Dschungel und meine ersten Erfahrungen damit.

Das erste Mal richtig betroffen war ich durch SEPA vor ungefähr einem Jahr, als wir Lastschriften über unser Konto bei einer anderen Bank durchführen wollten.

Mir wurde mitgeteilt, dass wir Lastschriften nicht einfach wie bisher gewohnt durchführen durften, sondern dass diese Volksbank im Schwäbischen Anfang 2013 bereits auf SEPA-Lastschriften umgestellt hatte und keine anderen mehr möglich waren.

Soweit, so gut. Neuem gegenüber bin ich immer offen, also dachte ich, das sei kein Problem. Na ja, dachte ich zumindest.

Ich bekam durch die Mitarbeiterin der Bank eine Einführung in SEPA-Lastschriften und auch diverse Vorlagen, die ich anpassen bzw. ausfüllen müsse. Bevor ich das dürfe, müsse ich allerdings eine Gläubiger-Identifikationsnummer bei der Bundesbank anfordern.

Hab ich dann auch gemacht, das lief alles ganz einfach und auch recht schnell.

Dann ging es an's Ausfüllen der Lastschrift-Mandate. Darüber, dass ich für gewerbliche Kunden sowohl ein Firmen-Lastschriftmandat als auch ein Basis-Lastschriftmandat ausstellen kann, hat mir keiner etwas gesagt. War aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiter tragisch. Vielleicht sollte ich aber noch erwähnen, dass es vor einem Jahr noch keine 787.000 Treffer bei gerade einmal 0,34 Sekunden Suchzeit in einer bekannten Suchmaschine gab.

Nun wieder zur Erstellung der SEPA-Firmenlastschrift-Mandate:

- Unsere Adresse reinschreiben? OK, bekomme ich hin.- Gläubiger-Identifikationsnummer? Ja, hab ich ja beantragt und auch bekommen. Kein Problem.
- Mandatsreferenz? Hm, nicht so schwer, da kann ich mir ja einfach was ausdenken.
- Jetzt den Text. Hab ja eine Vorlage dazu bekommen. Hab trotzdem nochmal im Internet weitergesucht, sicher ist sicher. Da kamen dann ganz seltsame Infos, sowas wie "Standardfall einer wiederkehrenden Lastschrift", "Einmallastschrift", "SEPA-Lastschriftmandat mit späterer Mitteilung der Mandatsreferenz", "Kombimandat als Bestandteil eines Vertrages" und dann das Ganze noch jeweils für Privat- und Firmenkunden.

Das war alles sehr verwirrend, also habe ich meine speziell für SEPA geschulte Bankberaterin befragt. Da bekam ich dann einen Hinweis, wie ich was auszufüllen hätte. Ich könne ihr aber gerne dann ein Muster zur Korrektur senden.

Also gut, hab ich dann erledigt, das Muster war in Ordnung. Drei Tage später kam die Nachricht, dass die Bankberaterin auf einer weiteren SEPA-Schulung war, wir müssten doch noch etwas ändern. War nicht schlimm, in Word hab ich zwar inzwischen alle schon erstellt, aber durch die tolle Funktion "Ersetzen..." waren die Änderungen schnell durchgeführt. Nochmal zur Kontrolle zur Bank gesendet - alles in Ordnung, ich kann starten und die Lastschriftmandate an alle Händler senden.

Nach ein paar Tagen kam dann das Erste unterschrieben auch wieder zurück. "Prima", hab ich gedacht, das war ja jetzt doch ganz einfach.

Es kamen immer mehr, bis ich eines Tages nichtsahnend einen Anruf der Bankberaterin bekam. Es täte ihr sehr leid, aber sie sei inzwischen noch auf ein paar Schulungen gewesen, wir müssten nochmal etwas ändern.

Da hab ich schon angefangen, einen roten Kopf zu bekommen, weil ich angefangen habe, mich sehr zu ärgern.

Hab also alles nochmal ausgefüllt, an meine Händler und Vertriebspartner die Unterlagen zusammen mit einer Entschuldigung gesandt und darum gebeten, die Ausführung für die Bank dort nocheinmal hinzusenden und mir das Gegenstück auch nocheinmal zukommen zu lassen. Desweiteren gab es von mir den Hinweis, dass sie selbst rechtzeitig mit der Umstellung auf SEPA beginnen sollen.

Als ich alle Mandate beisammen hatte war ich richtig froh, dass dieser Änderungstrip nun vorbei war.

Denkste, hat sich da einer gedacht!

Wenn man das Feld "Ausführungsart" mit den Auswahlmöglichkeiten letztmalig, erstmalig, einmalig und wiederholend nicht richtig auswählt, kann die Lastschrift nicht durchgeführt werden.

Ich hab mich gefühlt, wie der erste Mensch, der überhaupt mit SEPA-Lastschriften arbeiten musste. Ich denke, meine Bankberaterin in Sachen SEPA und ich haben viel Geduld miteinander benötigt, aber mittlerweile funktioniert es.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir rechtzeitig mit der Umstellung angefangen haben. Von mir aus könnte die öffentliche Umstellung für Unternehmen auf SEPA ruhig am 1. Februar 2014 anfangen.

Ich weiß ja jetzt, wie es geht!

Herzliche Grüße,

Ihre Tamara-Nadine Kaag

 

 
 

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